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Visitenkarten-Webseite, Firmenwebseite oder Landingpage? Was Ihr Unternehmen braucht

Visitenkarten-Webseite, Firmenwebseite oder Landingpage: Unterschiede, wann was reicht, Pflichtangaben wie Impressum und eine Entscheidungstabelle.

Dunkle typografische Titelkarte des Artikels über die Wahl zwischen Visitenkarten-Webseite, Firmenwebseite und Landingpage
Auf dieser Seite
  1. Die drei Typen kurz erklärt
  2. Entscheidungstabelle
  3. Wo das Google-Unternehmensprofil hineinpasst
  4. Pflichtangaben gelten auch für kleine Seiten
  5. Wann eine Visitenkarten-Webseite die richtige Wahl ist
  6. Wann Sie eine Firmenwebseite brauchen
  7. Wann eine Landingpage dazukommt
  8. Drei Beispiele zur Veranschaulichung
  9. Typische Fehler bei der Wahl
  10. Und die Kosten?
  11. Kurze Checkliste vor der Entscheidung
  12. Unsicher, was passt?

Eine Visitenkarten-Webseite reicht, wenn Kunden Sie vor allem über Empfehlungen, die Suche nach Ihrem Firmennamen oder Google Maps finden und nur bestätigen wollen, wer Sie sind und wie man Sie erreicht. Eine Firmenwebseite brauchen Sie, wenn Sie über Suchmaschinen Kunden für viele verschiedene Leistungen gewinnen wollen oder ein breites Angebot haben. Eine Landingpage ist eine eigene Seite für eine Kampagne oder eine Leistung, die Besucher in Anfragen verwandeln soll. Viele Unternehmen brauchen zwei der drei, nicht nur eine.

Die drei Typen kurz erklärt

Visitenkarten-Webseite

Ein Onepager oder wenige Unterseiten: wer Sie sind, was Sie anbieten, für wen, wo Sie arbeiten, wie man Sie erreicht. Kurz, schnell, gut lesbar auf dem Smartphone. Eine gute Visitenkarten-Webseite enthält auch Belege: Fotos echter Arbeiten, Bewertungen, Zertifikate.

Typische Nutzer: Handwerksbetriebe, Praxen, Steuerbüros, kleine Dienstleister, B2B-Freelancer und Firmen, die überwiegend von Empfehlungen leben.

Firmenwebseite

Mehrere bis einige Dutzend Seiten: eine Seite je Leistung, Referenzen oder Fallstudien, Über uns, Kontakt, oft ein Blog oder Ratgeberbereich. So aufgebaut, dass jede Seite für andere Suchanfragen ranken kann.

Typische Nutzer: Unternehmen mit mehreren Leistungsbereichen, Hersteller, B2B-Firmen mit längerem Entscheidungsprozess, Betriebe an mehreren Standorten oder in mehreren Ländern.

Landingpage

Eine Seite für ein Ziel und eine Zielgruppe. Kein volles Menü, ein Handlungsaufruf: Formular, Anruf, Anmeldung. Meist für eine Google-Ads- oder Meta-Kampagne, eine bestimmte Leistung oder eine Veranstaltung gebaut.

Eine Landingpage ersetzt weder Firmenwebseite noch Visitenkarten-Webseite. Wer Sie prüfen will, sucht trotzdem nach Ihrer Hauptseite.

Entscheidungstabelle

Ihre Situation Visitenkarten-Webseite Firmenwebseite Landingpage
Kunden kommen vor allem über Empfehlungen Ja Nicht unbedingt Nein
Sie arbeiten regional mit 1–3 Leistungen Ja Optional Für Kampagnen
Viele Leistungen, und Sie wollen für jede bei Google gefunden werden Zu wenig Ja Ergänzend
Sie planen Google-Ads-Kampagnen Schwach Möglich Ja
Sie verkaufen B2B mit längerem Entscheidungsprozess Zu wenig Ja Für konkrete Angebote
Sie testen eine neue Leistung oder einen neuen Markt Möglich Zu früh Ja
Sie brauchen mehrere Sprachversionen Einfach möglich Ja Je Markt eine
Kleines Budget und schneller Start Ja Zu früh Wenn ein Werbebudget da ist

So lesen Sie die Tabelle: Wählen Sie die Zeilen, die Ihr Unternehmen beschreiben. Stehen die meisten „Ja“ in einer Spalte, haben Sie Ihre Antwort. Verteilen sie sich auf zwei, ist die übliche sinnvolle Kombination eine Visitenkarten- oder Firmenwebseite als Basis plus eine Landingpage für bezahlte Kampagnen.

Wo das Google-Unternehmensprofil hineinpasst

Für lokale Betriebe bringt das Google-Unternehmensprofil oft mehr Anrufe als die Website selbst. Ersetzen kann es sie trotzdem nicht: Wer Sie in Maps findet, klickt meist weiter, um Leistungen, Fotos und Kontaktdaten zu prüfen. Website und Profil sollten deshalb dasselbe sagen: gleicher Name, gleiche Adresse, Telefonnummer, Öffnungszeiten und Einsatzgebiet.

Pflichtangaben gelten auch für kleine Seiten

Eine kleine Seite heißt nicht weniger Pflichten. In Deutschland braucht jede geschäftsmäßige Website ein Impressum nach § 5 DDG (Name, Anschrift, Kontakt, gegebenenfalls Registereintrag und USt-IdNr.). Erheben Sie über ein Kontaktformular Daten, brauchen Sie eine Datenschutzerklärung nach DSGVO. Setzen Sie nicht notwendige Cookies oder Tracking ein, verlangt § 25 TDDDG vorher eine Einwilligung. Das gilt für den Onepager genauso wie für die große Firmenwebseite. Stand: Oktober 2026, keine Rechtsberatung.

Wann eine Visitenkarten-Webseite die richtige Wahl ist

  • Sie haben eine oder wenige Leistungen und arbeiten in einer Region.
  • Kunden suchen nach Ihrem Namen oder kommen über Empfehlungen und wollen nur prüfen, ob Sie seriös sind.
  • Sie pflegen Ihr Google-Unternehmensprofil, und die Website soll es ergänzen.
  • Sie brauchen schnell etwas und wollen mit kleinerem Budget starten.

Der häufigste Fehler bei Visitenkarten-Webseiten: zu wenig Konkretes. Allgemeine Sätze über „Professionalität“ überzeugen niemanden. Fotos echter Arbeiten, das Einsatzgebiet, die Reaktionszeit und eine auf dem Smartphone sofort sichtbare Telefonnummer machen den Unterschied. Was eine gute Seite dieser Art enthält, zeigen wir bei unseren Webseiten für Unternehmen.

Wann Sie eine Firmenwebseite brauchen

  • Sie bieten mehrere Leistungen an, jede für eine andere Kundengruppe.
  • Sie wollen bei Google für konkrete Suchen gefunden werden, etwa „Stahlbau Hallenbau Niedersachsen“, nicht nur für Ihren Namen.
  • Sie verkaufen B2B, und Käufer wollen vor dem Kontakt Referenzen, technische Daten und Zertifikate sehen.
  • Sie wollen Inhalte veröffentlichen: Ratgeber, Fallstudien, Neuigkeiten.

Eine Seite über alles rankt selten gut für viele verschiedene Begriffe. Eine eigene Seite je Leistung beantwortet genau das, wonach der jeweilige Käufer sucht.

Wann eine Landingpage dazukommt

  • Sie starten eine Google-Ads-Kampagne und wollen den Traffic nicht auf die Startseite schicken, wo Besucher sich verlieren.
  • Sie testen eine neue Leistung und wollen die Nachfrage prüfen, bevor Sie die ganze Website umbauen.
  • Sie haben ein saisonales Angebot, eine Veranstaltung oder eine Aktion mit klarer Frist.

Eine Kampagnen-Landingpage ist meist der schnellste Weg, damit ein Werbebudget Anfragen bringt und nicht nur Klicks. So bauen wir Landingpages, die auf Anfragen ausgelegt sind.

Drei Beispiele zur Veranschaulichung

Die folgenden Fälle sind beispielhaft, zeigen aber gut, wie die Entscheidungstabelle in der Praxis funktioniert.

Ein Sanitärbetrieb in einer Stadt. Die meisten Aufträge kommen über Empfehlungen und Google Maps. Vor dem Anruf wollen Kunden Fotos, das Einsatzgebiet und eine Telefonnummer sehen. Eine Visitenkarten-Webseite mit gepflegtem Google-Unternehmensprofil reicht. Eine Firmenwebseite mit Blog wäre ein Aufwand, der sich nicht rechnet.

Ein Verpackungshersteller, der bundesweit an Unternehmen liefert. Er hat mehrere Produktgruppen, jede wird von einer anderen Abteilung eingekauft, und entschieden wird nach dem Vergleich mehrerer Lieferanten. Er braucht eine Firmenwebseite mit einer Seite je Produktgruppe, technischen Daten, Referenzen und einem klaren Anfrageformular.

Ein Steuerbüro mit neuer Leistung. Es hat bereits eine ordentliche Firmenwebseite und will die Nachfrage für die Betreuung ausländischer Tochtergesellschaften testen. Statt die ganze Seite umzubauen, zeigt eine Landingpage für eine Google-Ads-Kampagne nach einigen Wochen, ob überhaupt Anfragen kommen.

Typische Fehler bei der Wahl

  • Firmenwebseite „auf Vorrat“. Ein Dutzend Seiten ohne Inhalt oder mit umformulierten Floskeln hilft weder bei Google noch bei Kunden.
  • Visitenkarten-Webseite, die keine Fragen beantwortet. Keine Preise, nicht einmal, wovon der Preis abhängt, kein Einsatzgebiet, keine Fotos.
  • Kampagne auf die Startseite. Sie zahlen für den Klick, und der Besucher muss die passende Leistung selbst suchen.
  • Landingpages statt Website. Ein Unternehmen ohne Hauptseite, nur mit ein paar Landingpages, wirkt weniger vertrauenswürdig.
  • Kein Ausbauplan. Eine Seite auf einem System, das sich nicht erweitern lässt, heißt: in einem Jahr wieder bei null.

Und die Kosten?

Die Visitenkarten-Webseite ist meist am günstigsten, die Firmenwebseite kostet wegen Seitenzahl, Inhalten und SEO mehr, und eine Landingpage braucht zusätzlich Budget für Besucher. Der Bau ist aber nur ein Teil der Rechnung: Domain, Hosting, Texte, Datenschutz und Pflege kommen dazu. Das schlüsseln wir im Beitrag Was kostet eine Firmenwebseite auf, die Kosten für Sichtbarkeit in Suchmaschinen in Was kostet SEO.

Kurze Checkliste vor der Entscheidung

  1. Woher kommen Ihre Kunden heute: Empfehlungen, Google, Maps, Anzeigen?
  2. Wie viele Leistungen verdienen eine eigene Beschreibung?
  3. Planen Sie in den nächsten Monaten bezahlte Kampagnen?
  4. Wer pflegt die Inhalte nach dem Start?
  5. Lässt sich die Seite auf dem gewählten System ausbauen, ohne neu anzufangen?

Unsicher, was passt?

Wir helfen Unternehmen, den Website-Typ danach zu wählen, woher ihre Kunden tatsächlich kommen, und bauen Webseiten für Unternehmen von der Visitenkarten-Webseite bis zur Kampagnen-Landingpage. Vereinbaren Sie ein kostenloses Gespräch, danach wissen Sie, mit welcher Seite Sie anfangen.

FAQ

Fragen von Händlern

Was ist der Unterschied zwischen Visitenkarten-Webseite und Firmenwebseite?

Eine Visitenkarten-Webseite ist klein, oft ein Onepager oder wenige Seiten, und sagt, wer Sie sind, was Sie tun und wie man Sie erreicht. Eine Firmenwebseite hat eine eigene Seite pro Leistung, Referenzen, oft einen Blog und ist auf Suchmaschinen und Ausbau ausgelegt.

Braucht auch eine Visitenkarten-Webseite ein Impressum?

In Deutschland ja, wenn sie geschäftsmäßig betrieben wird: Die Anbieterkennzeichnung nach § 5 DDG gilt unabhängig von der Seitenzahl. Sobald Sie Formulardaten erheben oder nicht notwendige Cookies setzen, kommen Datenschutzerklärung und gegebenenfalls ein Einwilligungsbanner dazu. Stand: Oktober 2026, keine Rechtsberatung.

Wofür ist eine Landingpage gedacht?

Für ein einziges Ziel: Besucher aus einer Kampagne, etwa Google Ads, in Anfragen oder Anmeldungen zu verwandeln. Sie hat kein volles Menü und führt zu einer Handlung. Sie ergänzt die Firmenwebseite, ersetzt sie aber nicht.

Kann ich mit einer Visitenkarten-Webseite starten und später ausbauen?

Ja, das ist oft ein vernünftiger Plan. Voraussetzung: Die Seite läuft auf einem System, das weitere Seiten zulässt, und Domain sowie Zugänge gehören Ihrem Unternehmen.