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Vergleich · Shopify vs. Shopware

Shopify oder Shopware? Ein ehrlicher Vergleich für deutsche Händler.

Shopware ist in Deutschland zu Hause, Shopify ist international weit verbreitet. Beide sind gute Systeme. Die Frage ist nicht, welches „besser“ ist, sondern welches zu Ihrem Geschäft, Ihrem Team und Ihrem Budget passt. Hier ist unsere Sicht – inklusive der Fälle, in denen wir zu Shopware raten.

Der Grundunterschied: Software betreiben oder Software mieten

Shopify ist eine gehostete Plattform. Server, Sicherheitsupdates, Skalierung bei Trafficspitzen und der Checkout gehören zum Abo. Sie kümmern sich um Produkte, Inhalte und Verkauf.

Shopware wird von vielen Händlern selbst gehostet oder über einen Hoster und eine Agentur betrieben; daneben gibt es Cloud-Varianten. Das gibt Ihnen mehr Kontrolle über Code und Infrastruktur – und mehr Verantwortung: Updates, Kompatibilität von Plugins, Server und Sicherheit müssen geplant und bezahlt werden.

Im Alltag merken Sie den Unterschied vor allem am Änderungstempo. Eine neue Landingpage, ein zusätzliches Land oder eine neue Zahlungsart ist bei Shopify meist eine Frage von Konfiguration und App-Auswahl. Bei Shopware hängt dasselbe oft an Entwicklerzeit, Tests auf dem Server und dem nächsten Update-Fenster. Das ist kein Qualitätsurteil, sondern eine Frage, wie viel Technik Sie selbst in der Hand haben wollen.

Laufende Kosten: Wo das Geld wirklich hingeht

Bei Shopify setzen sich die Kosten aus Tarif, Apps, Theme, Zahlungsabwicklung, Domain und Entwicklungszeit zusammen. Aktuelle Tarifpreise finden Sie unter shopify.com/pricing. Der Vorteil: Die Plattformkosten sind planbar, und Updates kosten Sie keine Projektzeit.

Bei Shopware kommen zu Lizenz oder Edition (je nach Bedarf) vor allem Hosting, Wartung, Plugin-Lizenzen und Agenturstunden für Updates hinzu. Diese Posten werden beim Vergleich gern vergessen, weil sie nicht auf einer Preisseite stehen. Rechnen Sie beide Systeme über drei Jahre, nicht nur den Start.

Apps, Plugins und der Agenturmarkt

Shopify hat ein sehr großes App-Ökosystem; die meisten Apps werden vom Anbieter gehostet und aktualisiert. Shopware arbeitet mit Plugins, die im Shop selbst laufen und bei Major-Updates mitgezogen werden müssen.

In Deutschland gibt es einen großen, etablierten Markt an Shopware-Agenturen – das ist ein echter Vorteil, wenn Sie langfristig mit einer Agentur vor Ort arbeiten wollen. Der Shopify-Markt ist international größer; Spezialisten finden Sie leicht, und Sie sind weniger an eine einzelne Agentur gebunden, weil die Plattform selbst nicht gewartet werden muss.

B2B, Mehrsprachigkeit und Verkauf ins Ausland

Shopware ist im B2B traditionell stark und bietet umfangreiche Funktionen für komplexe Händlerstrukturen. Shopify hat native B2B-Funktionen, die inzwischen in mehr Tarifen verfügbar sind; für viele Fälle reichen Preislisten, Steuerbefreiung und Bestellregeln aus. Unser eigener Shop zubracolors.com läuft mit einer Großhandelsebene samt individuellen Preisen, MwSt.-Befreiung und Bestelllimits.

Für Mehrsprachigkeit nutzt Shopify Markets: Länder, Währungen und Sprachen in einem Shop. Zubra Colors verkauft so in 14 Sprachen und 5 Märkten aus einem einzigen Shopify Shop. Shopware kann das über Verkaufskanäle ebenfalls – mit mehr Konfigurationsaufwand, aber auch mehr Freiheit.

Wann Shopware die bessere Wahl ist

Wir verdienen unser Geld mit Shopify. Trotzdem raten wir in diesen Fällen eher zu Shopware:

  • Sie brauchen volle Kontrolle über Code und Hosting

    Zum Beispiel wegen interner IT-Vorgaben oder weil Daten auf eigenen Servern liegen sollen.

  • Ihr B2B ist sehr komplex

    Viele Kundenhierarchien, individuelle Freigabeprozesse und tiefe Anpassungen am Bestellablauf, die über Standardfunktionen hinausgehen.

  • Sie haben ein eingespieltes Shopware-Team

    Eine Agentur oder Inhouse-Entwickler, mit denen es gut läuft. Ein Wechsel nur um des Wechsels willen lohnt sich nicht.

  • Ihr Shop ist tief mit Shopware-Plugins verwoben

    Wenn zentrale Prozesse an Speziallösungen hängen, für die es auf Shopify keinen sinnvollen Ersatz gibt.

Wenn Sie wechseln wollen

Die meisten Shopware-Shops passen in unsere Migration M: ab 8.500 € zzgl. MwSt., inklusive Produkten, Eigenschaften, Kunden, Bestellhistorie, mehrsprachigen Inhalten und 301-Weiterleitungen für jede SEO-URL pro Sprache. Hängt ein ERP am Shop, planen wir die Anbindung vor dem Angebot. Impressum, Widerrufsbelehrung, Preisangaben und Cookie-Consent richten wir auf Shopify neu ein.

Der Ablauf: Zuerst prüfen wir Ihren Shopware-Shop – Produkte, Eigenschaften, Plugins, URLs und Integrationen – und schicken ein Festpreisangebot. Dann bauen wir den Shopify Shop parallel auf, importieren testweise, gleichen die Zahlen ab und erzeugen die Weiterleitungen. Erst wenn alles stimmt, zieht die Domain um. Migration M dauert in der Regel 4–6 Wochen, und nach der Umstellung beobachten wir 30 Tage lang Search Console und 404-Fehler.

FAQ

Fragen, die Händler uns stellen

Ist Shopify günstiger als Shopware?

Oft im Betrieb, weil Hosting und Updates im Abo stecken. Ob es in Ihrem Fall stimmt, hängt von Apps, Tarif und Ihrem heutigen Wartungsaufwand ab. Rechnen Sie über drei Jahre.

Kann Shopify B2B so gut wie Shopware?

Für Nettopreise, Steuerbefreiung, Bestellregeln und Schnellbestellung meist ja. Für sehr komplexe Freigabeprozesse ist Shopware oft flexibler.

Verliere ich beim Wechsel mein SEO?

Nicht, wenn jede alte URL eine 301-Weiterleitung bekommt. Wir mappen jede SEO-URL pro Sprache und beobachten die Search Console 30 Tage nach der Umstellung.

Was kostet eine Migration von Shopware zu Shopify?

Die meisten Shops passen in Migration M, ab 8.500 € zzgl. MwSt. Shops mit ERP-Anbindung planen wir in einem Gespräch und nennen dann einen Festpreis.

Nächster Schritt

Ein Shop. Ein Festpreis. Morgen.

Sagen Sie uns, was Sie verkaufen und wo Sie heute stehen. Umfang und Festpreis erhalten Sie innerhalb eines Werktags.