Shopify · JTL-Wawi
Shopify und JTL-Wawi: Was Sie vor dem Wechsel klären sollten.
Viele Händler wollen von JTL-Shop zu Shopify, aber die JTL-Wawi behalten – oder sie gleich mit ablösen. In beiden Fällen entscheidet nicht der Shop über den Erfolg, sondern die Frage, wie Bestand, Bestellungen, Rechnungen und Versand zwischen den Systemen fließen. Diese Punkte sollten Sie vor dem Wechsel klären.
Warum die Wawi die eigentliche Frage ist
In einem typischen JTL-Setup ist die Wawi das Herz des Geschäfts: Dort liegen Artikelstammdaten, Lagerbestände, Lieferanten, Rechnungen und oft auch der Versand. Der Shop ist nur ein Verkaufskanal von mehreren. Wer den Shop tauscht, ändert also eine Schnittstelle im Kern seiner Prozesse.
Deshalb fangen wir nicht mit dem Design an, sondern mit einer Liste: Welche Daten fließen heute in welche Richtung, wie oft, und wer ist zuständig, wenn etwas nicht ankommt? Ob und wie Shopify mit Ihrer Wawi zusammenarbeitet – über einen Connector, eine Schnittstelle oder einen anderen Weg – prüfen wir im Audit für Ihren konkreten Fall. Wir versprechen vorher nichts, was wir nicht getestet haben.
Wer führt welche Daten?
Die wichtigste Entscheidung: Für jede Datenart gibt es genau ein führendes System. Wird an zwei Stellen gepflegt, überschreiben sich Daten früher oder später gegenseitig.
Artikelstammdaten
Titel, Beschreibungen, Bilder, Varianten, Merkmale: in der Wawi gepflegt und an Shopify übertragen – oder umgekehrt? Beides geht, aber nicht gleichzeitig.
Preise
Endkundenpreise, Händlerpreise, Preise pro Land. Gerade bei mehreren Märkten muss klar sein, wo der Preis entsteht.
Bestand
Fast immer die Wawi, wenn Sie mehrere Kanäle oder Lager haben. Shopify bekommt dann nur die verfügbare Menge.
Kunden
Kundenkonten entstehen im Shop, Kundennummern und Konditionen oft in der Wawi. Hier lohnt ein genauer Blick auf Datenschutz und Dubletten.
Bestandsabgleich und Bestellungen
Klären Sie, wie oft der Bestand abgeglichen wird und was bei Überverkäufen passiert. Bei schnell drehenden Artikeln oder Aktionen kann ein Abgleich im Minutentakt zu langsam sein. Legen Sie fest, ob Shopify bei Bestand null weiter verkauft, Vorbestellungen zulässt oder das Produkt ausblendet.
Bei Bestellungen geht es um den Weg zurück: Wann landet eine Shopify-Bestellung in der Wawi, mit welchem Status, und wie kommen Statusänderungen wie „versendet“ oder „storniert“ wieder zu Shopify, damit Ihre Kunden die richtigen E-Mails bekommen? Wir testen diesen Kreislauf mit echten Bestellungen, bevor die Domain umzieht.
Rechnungen und Versandetiketten
Rechnungsnummern, Gutschriften und Belege sollten dort bleiben, wo Ihre Steuerberatung sie erwartet. Wenn die Wawi heute Rechnungen erzeugt, muss entschieden werden, ob das so bleibt oder ob Shopify bzw. eine Rechnungs-App diese Aufgabe übernimmt – doppelte Nummernkreise sind das, was Sie vermeiden wollen.
Versandetiketten werden in vielen JTL-Setups aus der Wawi oder einem angebundenen Versandtool erzeugt. Klären Sie, welche Versanddienstleister Sie nutzen, wer das Etikett druckt und wie die Sendungsnummer zurück in den Shop kommt. Für jede dieser Fragen gibt es mehrere mögliche Wege; welcher für Sie funktioniert, hängt von Ihren Mengen und Abläufen ab.
Wawi behalten oder ablösen?
Beides kann richtig sein. Die Wawi zu behalten, schont Ihr Team und Ihre Lagerprozesse – setzt aber voraus, dass die Verbindung zu Shopify zuverlässig läuft. Die Wawi abzulösen, vereinfacht die Systemlandschaft, bedeutet aber, dass Lager, Rechnungen und Versand neue Werkzeuge brauchen.
Im Audit listen wir für beide Varianten auf, was sich ändert, was es kostet und was Ihr Team neu lernen muss. JTL-Umzüge planen wir als Migration L (ab 16.000 € zzgl. MwSt.); den Festpreis bekommen Sie, sobald der ERP-Teil geklärt ist. Produkte, Kunden, Bestellhistorie und 301-Weiterleitungen für jede SEO-URL sind dabei Standard.
So prüfen wir die Anbindung im Audit
Im Audit gehen wir Ihre heutigen Datenflüsse Schritt für Schritt durch: welche Artikel und Varianten es gibt, wie Preise und Bestände entstehen, welche Bestellstatus Ihr Team nutzt, wie Rechnungen und Etiketten erzeugt werden und welche weiteren Kanäle an der Wawi hängen. Daraus entsteht eine Liste mit dem führenden System für jede Datenart.
Danach bewerten wir, welche Verbindungswege zwischen Shopify und Ihrer Wawi für Ihre Mengen und Abläufe in Frage kommen, und benennen offene Risiken ehrlich. Vor der Umstellung testen wir den kompletten Kreislauf – Bestellung, Bestand, Status, Rechnung, Versand – mit echten Bestellungen auf dem neuen Shop.
FAQ
Fragen, die Händler uns stellen
Funktioniert JTL-Wawi mit Shopify?
Das hängt von Ihren Prozessen und der eingesetzten Verbindung ab. Wir prüfen es im Audit für Ihren Fall und testen mit echten Bestellungen, bevor wir umstellen.
Muss ich die Wawi aufgeben, wenn ich zu Shopify wechsle?
Nein, nicht zwingend. Ob Sie sie behalten oder ablösen, entscheiden wir gemeinsam vor dem Angebot – mit den Vor- und Nachteilen beider Wege auf dem Tisch.
Was kostet der Wechsel von JTL-Shop zu Shopify?
JTL-Umzüge sind Migration L, ab 16.000 € zzgl. MwSt. Den Festpreis nennen wir nach dem Audit, weil die ERP-Seite den Umfang bestimmt.
Bleiben meine Google-Rankings erhalten?
Ja, wenn jede alte URL eine 301-Weiterleitung bekommt. Wir mappen jede SEO-URL und beobachten die Search Console 30 Tage nach der Umstellung.
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